Ausfahrt am Samstag, 15.8.


100 Kilometer von Bregenz nach Wolfurt

Am Samstag, dem 15. August, versammelten sich die Puchfreunde Walter, Wurzi, Günter V., Rudi, Otto, Emil, Andi, Herbert, Wolfi und Geri um 9:00 Uhr beim Feuerwehrhaus in Bregenz Rieden. Angesagt war eine gemütliche Ausfahrt durch den Vorderwald und über Buch nach Wolfurt, um dort am Frühschoppen mit Oldtimertreffen teilzunehmen.

Die von unserem Oberorganisator Günter G. angekündigte Fahrtstreck soll ca. 50 km betragen, dementsprechend hatten wir unsere zehn alten 250er Puch auch mehr oder weniger betankt am Start. Nicht am Start war allerdings besagter Günter, der es an diesem Tag notgedrungen vorzog, nicht auf seine SGS zu sitzen und uns Polizeigeleit zu geben, sondern auf seinem Thron zu Hause zu bleiben.

Somit waren wir unerwartet erst etwas orientierungs- und führungslos, bis sich kurzerhand unser Routinier Emil bereit erklärte den Leithammel zu spielen, da er die geplante Strecke wie seine Hosentasche kennt. Und schon gings los über die Langenerstraße in Richtung Bregenzerwald. Doch statt wie erwartet rechts in die L4 nach Doren, bog Emil links zur Österreichisch Deutschen Landesgrenze ab und fuhr weiter über Scheffau, Lindenau und Scheidegg nach Weiler im Allgäu. Ein wirklich schönes Örtchen, aber leider keine Zeit zum Verweilen, denn wir wollten ja noch bei Zeiten unser Ziel in Wolfurt erreichen. Also weiter über wunderschöne unbekannte Landstraßen von einem Örtchen zum anderen, bis uns die Route schließlich über Oberstaufen zurück in die Heimat, den angekündigten Bregenzerwald führte.

Vorbei an Riefensberg und Krumbach machten wir an der abschüssigen Straße bei Unterlangenegg einen kurzen Stopp, um uns wieder neu zu sammeln. Das war dann auch die einzige Gelegenheit für ein paar Erinnerungsfotos. Unsere Puch gaben nach dem bergab fahren auch schon Rauchzeichen, damit uns der als Schlusslicht eintreffende Rudi nicht übersieht. Er war heilfroh über den Stopp, denn er verspürte die letzten Kilometer schon ein heftiges Brennen an seinem linken Bein. Beim Anhalten sah er die Ursache, das auslaufende Benzin des sich gelösten Vergasers, der von zwei hilfsbereiten Kammeraden rasch wieder befestigt werden konnte, während sich andere darüber amüsierten. Den ersten Schock überwunden zündete sich Rudi im hochexplosiven Umfeld ganz ungeniert und zum Glück ohne weitere Folgen genüsslich eine Zigarette an, um wohl Kraft und Konzentration für die letzten Kehren zu tanken.

Den Schreck überwunden ging es in die letzte Etappe. Nach Müselbach, Alberschwende und über Buch etwas später als geplant zum Ziel in Wolfurt, wo wir uns, in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit, nach einer kurzen Oldtimerumschau alsbald unserem leiblichen Wohl widmeten und Emil für die völlig überraschende und gleichermaßen beeindruckend tolle Routenwahl aus seiner weitläufigen Hosentasche von Bregenz nach Wolfurt dankten.

Geri Peiker